Was ist Faschismus?

  last edited: Fri, 22 Jul 2016 18:17:49 +0200  
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von James Miller (2011)

Politische Radikale bezeichnen oft diejenigen, die nicht ihrer Meinung sind als Faschisten. Dieser Ausdruck ist besonders unter Studenten beliebt. Aber wissen diese Leute wirklich was Faschismus ist? Haben sie sich damit befaßt?

Faschismus hat einen ungerechtfertigt schlechten Ruf. In Wahrheit handelt es sich dabei um eine sehr gescheite wirtschaftliche und soziale Ideologie. Es gibt verschiedene Varianten des Faschismus, aber allgemein lassen sie sich wie folgt zusammenfassen.

Zuvorderst ist Faschismus ein wirtschaftliches System, in dem eine Regierung eine zentrale Rolle inne hat, um das Bankwesen, den Handel, die Produktion und die Arbeitsaktivitäten zu kontrollieren. Diese Kontrolle ist ausschließlich zu dem Zwecke erforderlich, um die Nation und dessen Volk zu schützen und voranzubringen. Unter dem Faschismus wird die Regierung nur Geschäftsaktivitäten gestatten, die auch einen positiven Einfluß auf das Volk haben – das ist der Grundsatz, der alle wirtschaftlichen Aspekte des Faschismus bestimmt.

Anders ausgedrückt, die Regierung stellt sich immer folgende Frage: Ist das Unternehmen XYZ gut für unsere Nation und das Volk? Wenn ja, dann erhält es eine Genehmigung. Wenn nicht, dann gibt es keine Genehmigung. Wenn sie fragt, ob ein Unternehmen gut ist, dann ist damit gemeint: Ist Unternehmen XYZ gut für die Arbeiter? Wird ein gerechter Lohn gezahlt? Stellen sie ein Produkt her oder bieten sie einen Dienst an, der unsere Nation und unser Volk technologisch, moralisch, geistig, gesundheitlich etc. voranbringt? Zum Beispiel würde ein Pornographieunternehmen keine Erlaubnis erhalten, da es die Menschen im allgemeinen korrumpiert und Frauen im speziellen ausnutzt und entwürdigt. Ebenso würde es keine Genehmigung für „Frei”handelsabkommen geben, weil solche Abkommen zum Ziel haben, daß Unternehmen Arbeitsplätze ins Ausland zu verlagern, wo Arbeit spottbillig ist. So was würde natürlich die eigene Arbeiterklasse unterminieren. Das ist völlig inakzeptabel und wäre daher nicht erlaubt in einem faschistischen Wirtschaftsmodel.

Faschismus beruht auf einem freien Markt – aber mit Beschränkungen (die grundlegende Beschränkung lautet: Ist eine gewisse wirtschaftliche Aktivität gut für unsere Nation/Volk?). Ein Geschäftsmann kann sehr wohl reich werden in einem faschistischen Land, und die Regierung hat nichts dagegen einzuwenden (im krassen Gegensatz zum Kommunismus). Des weiteren unterstützt der Faschismus den Besitz von Privateigentum (was ebenfalls im krassen Gegensatz zum Kommunismus steht, wo Privateigentum verboten war).

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Ein italienische Münze aus 1923, Fasces (Rutenbündel) auf der Rückseite

Kurz zusammengefaßt, sagt der Faschismus dem Unternehmer: „Gründe Dein Unternehmen, verdiene viel Geld, sei erfolgreich, aber produziere nichts oder biete keine Dienstleistung an, die unserer Nation und unserem Volk Schaden zufügt… und stell sicher, daß Du Deine Arbeiter gerecht behandelst und sie angemessen bezahlst. Wenn Du diese Regeln nicht befolgst, dann schließen wir Dein Unternehmen.”

Zum Bankwesen ist zu sagen, daß Zinswucher nicht erlaubt ist im Faschismus. Die Regierung kontrolliert streng alle Aspekte der Geldpolitik, einschließlich die Bedingungen zur Kreditvergabe. Die Regierung emittiert das Geld und verleiht es zinsfrei wo es gebraucht wird, um die Wirtschaft wachsen zu lassen und letztendlich um dem Volk zu dienen.

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Ein VS-amerikanische Münze aus 1945, Fasces auf der Rückseite

Das war der wirtschaftliche Aspekt des Faschismus. Es gibt auch einen kulturellen/sozialen Aspekt des Faschismus. Im Faschismus hält die Regierung eine Schlüsselrolle bei der Überwachung von Film, Theater, Kunst, Literatur, Musik, Bildung etc., um ein hohes Moralniveau sicherzustellen. So wird garantiert, daß alles sauber und respektabel bleibt, daß ein starker Sinn für Patriotismus und Ehre gefördert wird und daß die Verbreitung von entarteten Abscheulichkeiten verhindert wird, der die Gesellschaft korrumpiert.

Bezüglich der Gesetzgebung einer faschistischen Regierung werden die selben Kriterien angesetzt: Wird dieses vorgeschlagene Gesetz der Nation und dem Volk zugute kommen oder nicht?

Des weiteren fördert der Faschismus den Respekt für die Natur, da Faschisten verstehen, daß die Natur der Spender allen Lebens ist und daher erhalten bleiben muß. Man vergleiche das mit der kapitalistischen Philosophie bzgl. der Umwelt, die mit den natürlichen Ressourcen nur sehr kurzsichtig umgeht und tö­rich­ter­wei­se davon ausgeht, daß Verschmutzung ein notwendiges Nebenprodukt von Profit ist.
In Anlehnung an diese Umweltthemen, hält der Faschismus auch sehr progressive Ansichten hinsichtlich den Rechten von Tieren.

Außerdem ist es im Faschismus möglich, das Land zu verlassen, wenn jemand unzufrieden ist. Was wiederum im krassen Gegensatz zum Kommunismus steht, wo man den Mund besser geschlossen hält, wenn einem etwas nicht gefällt. Und selbstverständlich kommt es gar nicht in Frage, daß man das Land verlassen darf. Entweder unterwirft man sich oder man wird in ein Umerziehungslager geschickt, wo man einer Gehirnwäsche unterzogen wird, um das kommunistische System zu akzeptieren. Und wenn man sich dagegen wehrt, wird man wahrscheinlich getötet. Man unterwirft sich oder man muß eben mit den Konsequenzen leben.

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Die Göttin Hera mit Fasces in den Händen

Der Faschismus bewahrt auch Hochachtung vor den Rechten der Frau. Frauen sind die Träger von neuem Leben. Von ihnen wird erwartet gebildet, weltgewandt und belesen zu sein. Frauen werden ermuntert, ihren Interessen und ihrer Karriere nachzugehen, jedoch nur wenn die Karriere nicht ihre Familie beeinträchtigt. Familie kommt immer zuerst. Frauen werden ermuntert stark und gleichzeitig feminin zu sein. Ganz im Einklang mit diesen Auffassungen, stellt die faschistische Kunst Frauen als Helden und sogar als gottähnliche Wesen dar.

Kurz gesagt ist der Faschismus eine Form von Regierungs- und Sozialsystem, das den Interessen des Volks und der Nation in authentischer Weise dient. „Faschismus” stammt vom italienischen Wort „fascio”, das „Bündel” oder „Gruppe” bzw. „unter Betrachtung der Gruppe” bedeutet. Faschismus fußt auf dem Gedanken, daß die Menschen zwei geistigen Prinzipien treu bleiben:
  • die Nöte des Einzelnen (betrifft sie selbst) zu berücksichtigen
  • die Nöte der Gruppe (betrifft die Nation) zu berücksichtigen

Dabei ist es immer notwendig abzuwägen wie die Taten des Einzelnen sich auf die ganze Gruppe auswirken. Daher lehnt sich der Faschismus gegen die egozentrische „ich ich ich”-Geisteshaltung, die so weit verbreitet ist im Kapitalismus. Zum Beispiel wird im Faschismus von jedem erwartet, daß er sich gesund ernährt und daß er auch eine gesunde Lebensführung hält. Denn andernfalls könnte man ernsthaft erkranken und dann würde man teure Gesundheitspflege benötigen – das würde sich negativ auf die Gruppe auswirken, d.h. man wäre dann eine finanzielle Last für die Nation.

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George Washington hält die Fasces

Im Faschismus werden alle Menschen eines Volkes als eine große Familie betrachtet. Deswegen wird eine faschistische Nation als eine riesige Familie mit mehreren Millionen Angehörigen angesehen. Und so wie man seinem eigenen Bruder oder Schwester kein Leid antut so wird man auch nichts tun was die Nation/Gruppe (Großfamilie) schaden würde. Das ist die Essenz des Faschismus – eine starke Würdigung für die Gruppe unter Berücksichtigung jedes Einzelnen.

Im Dritten Reich hat sich die NSDAP an all diesen Grundsätzen orientiert.

Nebenbemerkung: Obwohl die wirtschaftlichen Aspekte des Faschismus auf dem freien Markt basieren, ist der Faschismus KEIN Kapitalismus. Viele der politischen Linken setzen Faschismus fälschlicherweise mit Kapitalismus gleich. Noch einmal: Faschismus ist NICHT Kapitalismus. Erlauben Sie mir, das kurz zu erläutern:
Das Hauptziel des Kapitalismus ist der Profit. Wohingegen das Hauptziel des Faschismus das Wohlergehen des Volkes und der Nation ist. In einem rein kapitalistischen Land würde so gut wie nichts die Maximierung der Profite einschränken – nicht die Arbeiter, nicht die Umwelt… fast nichts. Selbst wenn ein kapitalistisches Land mit strikten Regulierungen der Regierung startet, wird es stets in Richtung einer laissez faire Ökonomie sich bewegen durch immer weniger Regulierungen. Die menschliche Gier treibt diese Transformation an und die Arbeiterklasse wird letztendlich leiden aufgrund von niedrigen Löhnen oder Arbeitslosigkeit, weil die Arbeitsplätze z.B. nach China verlegt wurden, da die Arbeit dort spottbillig ist. Kapitalisten sind der Auffassung, daß der immense Reichtum an der Spitze nach unten durchsickern wird, aber allzu oft leiden dabei Arbeiter und Natur. Um nur ein Beispiel zu nennen, sind bereits zig Millionen Arbeitsplätze nach Übersee verlegt worden in den letzten 20 Jahren (der kapitalistische sogenannte „Frei”handelsabkommen hat dies ermöglichet). Folgerichtig lehnen Faschisten sowohl den Kommunismus als auch den Kapitalismus ab.

Quelle: https://immigration-globalization.blogspot.de/2011/09/what-is-fascism.html