Der Aufstieg der Philo-Sophie – Prof. Dr. Hans P. Sturm

  
Was ist Faschismus?

  last edited: Fri, 22 Jul 2016 18:17:49 +0200  
Image/photo


von James Miller (2011)

Politische Radikale bezeichnen oft diejenigen, die nicht ihrer Meinung sind als Faschisten. Dieser Ausdruck ist besonders unter Studenten beliebt. Aber wissen diese Leute wirklich was Faschismus ist? Haben sie sich damit befaßt?

Faschismus hat einen ungerechtfertigt schlechten Ruf. In Wahrheit handelt es sich dabei um eine sehr gescheite wirtschaftliche und soziale Ideologie. Es gibt verschiedene Varianten des Faschismus, aber allgemein lassen sie sich wie folgt zusammenfassen.

Zuvorderst ist Faschismus ein wirtschaftliches System, in dem eine Regierung eine zentrale Rolle inne hat, um das Bankwesen, den Handel, die Produktion und die Arbeitsaktivitäten zu kontrollieren. Diese Kontrolle ist ausschließlich zu dem Zwecke erforderlich, um die Nation und dessen Volk zu schützen und voranzubringen. Unter dem Faschismus wird die Regierung nur Geschäftsaktivitäten gestatten, die auch einen positiven Einfluß auf das Volk haben – das ist der Grundsatz, der alle wirtschaftlichen Aspekte des Faschismus bestimmt.

Anders ausgedrückt, die Regierung stellt sich immer folgende Frage: Ist das Unternehmen XYZ gut für unsere Nation und das Volk? Wenn ja, dann erhält es eine Genehmigung. Wenn nicht, dann gibt es keine Genehmigung. Wenn sie fragt, ob ein Unternehmen gut ist, dann ist damit gemeint: Ist Unternehmen XYZ gut für die Arbeiter? Wird ein gerechter Lohn gezahlt? Stellen sie ein Produkt her oder bieten sie einen Dienst an, der unsere Nation und unser Volk technologisch, moralisch, geistig, gesundheitlich etc. voranbringt? Zum Beispiel würde ein Pornographieunternehmen keine Erlaubnis erhalten, da es die Menschen im allgemeinen korrumpiert und Frauen im speziellen ausnutzt und entwürdigt. Ebenso würde es keine Genehmigung für „Frei”handelsabkommen geben, weil solche Abkommen zum Ziel haben, daß Unternehmen Arbeitsplätze ins Ausland zu verlagern, wo Arbeit spottbillig ist. So was würde natürlich die eigene Arbeiterklasse unterminieren. Das ist völlig inakzeptabel und wäre daher nicht erlaubt in einem faschistischen Wirtschaftsmodel.

Faschismus beruht auf einem freien Markt – aber mit Beschränkungen (die grundlegende Beschränkung lautet: Ist eine gewisse wirtschaftliche Aktivität gut für unsere Nation/Volk?). Ein Geschäftsmann kann sehr wohl reich werden in einem faschistischen Land, und die Regierung hat nichts dagegen einzuwenden (im krassen Gegensatz zum Kommunismus). Des weiteren unterstützt der Faschismus den Besitz von Privateigentum (was ebenfalls im krassen Gegensatz zum Kommunismus steht, wo Privateigentum verboten war).

Image/photo
Ein italienische Münze aus 1923, Fasces (Rutenbündel) auf der Rückseite

Kurz zusammengefaßt, sagt der Faschismus dem Unternehmer: „Gründe Dein Unternehmen, verdiene viel Geld, sei erfolgreich, aber produziere nichts oder biete keine Dienstleistung an, die unserer Nation und unserem Volk Schaden zufügt… und stell sicher, daß Du Deine Arbeiter gerecht behandelst und sie angemessen bezahlst. Wenn Du diese Regeln nicht befolgst, dann schließen wir Dein Unternehmen.”

Zum Bankwesen ist zu sagen, daß Zinswucher nicht erlaubt ist im Faschismus. Die Regierung kontrolliert streng alle Aspekte der Geldpolitik, einschließlich die Bedingungen zur Kreditvergabe. Die Regierung emittiert das Geld und verleiht es zinsfrei wo es gebraucht wird, um die Wirtschaft wachsen zu lassen und letztendlich um dem Volk zu dienen.

Image/photo
Ein VS-amerikanische Münze aus 1945, Fasces auf der Rückseite

Das war der wirtschaftliche Aspekt des Faschismus. Es gibt auch einen kulturellen/sozialen Aspekt des Faschismus. Im Faschismus hält die Regierung eine Schlüsselrolle bei der Überwachung von Film, Theater, Kunst, Literatur, Musik, Bildung etc., um ein hohes Moralniveau sicherzustellen. So wird garantiert, daß alles sauber und respektabel bleibt, daß ein starker Sinn für Patriotismus und Ehre gefördert wird und daß die Verbreitung von entarteten Abscheulichkeiten verhindert wird, der die Gesellschaft korrumpiert.

Bezüglich der Gesetzgebung einer faschistischen Regierung werden die selben Kriterien angesetzt: Wird dieses vorgeschlagene Gesetz der Nation und dem Volk zugute kommen oder nicht?

Des weiteren fördert der Faschismus den Respekt für die Natur, da Faschisten verstehen, daß die Natur der Spender allen Lebens ist und daher erhalten bleiben muß. Man vergleiche das mit der kapitalistischen Philosophie bzgl. der Umwelt, die mit den natürlichen Ressourcen nur sehr kurzsichtig umgeht und tö­rich­ter­wei­se davon ausgeht, daß Verschmutzung ein notwendiges Nebenprodukt von Profit ist.
In Anlehnung an diese Umweltthemen, hält der Faschismus auch sehr progressive Ansichten hinsichtlich den Rechten von Tieren.

Außerdem ist es im Faschismus möglich, das Land zu verlassen, wenn jemand unzufrieden ist. Was wiederum im krassen Gegensatz zum Kommunismus steht, wo man den Mund besser geschlossen hält, wenn einem etwas nicht gefällt. Und selbstverständlich kommt es gar nicht in Frage, daß man das Land verlassen darf. Entweder unterwirft man sich oder man wird in ein Umerziehungslager geschickt, wo man einer Gehirnwäsche unterzogen wird, um das kommunistische System zu akzeptieren. Und wenn man sich dagegen wehrt, wird man wahrscheinlich getötet. Man unterwirft sich oder man muß eben mit den Konsequenzen leben.

Image/photo
Die Göttin Hera mit Fasces in den Händen

Der Faschismus bewahrt auch Hochachtung vor den Rechten der Frau. Frauen sind die Träger von neuem Leben. Von ihnen wird erwartet gebildet, weltgewandt und belesen zu sein. Frauen werden ermuntert, ihren Interessen und ihrer Karriere nachzugehen, jedoch nur wenn die Karriere nicht ihre Familie beeinträchtigt. Familie kommt immer zuerst. Frauen werden ermuntert stark und gleichzeitig feminin zu sein. Ganz im Einklang mit diesen Auffassungen, stellt die faschistische Kunst Frauen als Helden und sogar als gottähnliche Wesen dar.

Kurz gesagt ist der Faschismus eine Form von Regierungs- und Sozialsystem, das den Interessen des Volks und der Nation in authentischer Weise dient. „Faschismus” stammt vom italienischen Wort „fascio”, das „Bündel” oder „Gruppe” bzw. „unter Betrachtung der Gruppe” bedeutet. Faschismus fußt auf dem Gedanken, daß die Menschen zwei geistigen Prinzipien treu bleiben:
  • die Nöte des Einzelnen (betrifft sie selbst) zu berücksichtigen
  • die Nöte der Gruppe (betrifft die Nation) zu berücksichtigen

Dabei ist es immer notwendig abzuwägen wie die Taten des Einzelnen sich auf die ganze Gruppe auswirken. Daher lehnt sich der Faschismus gegen die egozentrische „ich ich ich”-Geisteshaltung, die so weit verbreitet ist im Kapitalismus. Zum Beispiel wird im Faschismus von jedem erwartet, daß er sich gesund ernährt und daß er auch eine gesunde Lebensführung hält. Denn andernfalls könnte man ernsthaft erkranken und dann würde man teure Gesundheitspflege benötigen – das würde sich negativ auf die Gruppe auswirken, d.h. man wäre dann eine finanzielle Last für die Nation.

Image/photo
George Washington hält die Fasces

Im Faschismus werden alle Menschen eines Volkes als eine große Familie betrachtet. Deswegen wird eine faschistische Nation als eine riesige Familie mit mehreren Millionen Angehörigen angesehen. Und so wie man seinem eigenen Bruder oder Schwester kein Leid antut so wird man auch nichts tun was die Nation/Gruppe (Großfamilie) schaden würde. Das ist die Essenz des Faschismus – eine starke Würdigung für die Gruppe unter Berücksichtigung jedes Einzelnen.

Im Dritten Reich hat sich die NSDAP an all diesen Grundsätzen orientiert.

Nebenbemerkung: Obwohl die wirtschaftlichen Aspekte des Faschismus auf dem freien Markt basieren, ist der Faschismus KEIN Kapitalismus. Viele der politischen Linken setzen Faschismus fälschlicherweise mit Kapitalismus gleich. Noch einmal: Faschismus ist NICHT Kapitalismus. Erlauben Sie mir, das kurz zu erläutern:
Das Hauptziel des Kapitalismus ist der Profit. Wohingegen das Hauptziel des Faschismus das Wohlergehen des Volkes und der Nation ist. In einem rein kapitalistischen Land würde so gut wie nichts die Maximierung der Profite einschränken – nicht die Arbeiter, nicht die Umwelt… fast nichts. Selbst wenn ein kapitalistisches Land mit strikten Regulierungen der Regierung startet, wird es stets in Richtung einer laissez faire Ökonomie sich bewegen durch immer weniger Regulierungen. Die menschliche Gier treibt diese Transformation an und die Arbeiterklasse wird letztendlich leiden aufgrund von niedrigen Löhnen oder Arbeitslosigkeit, weil die Arbeitsplätze z.B. nach China verlegt wurden, da die Arbeit dort spottbillig ist. Kapitalisten sind der Auffassung, daß der immense Reichtum an der Spitze nach unten durchsickern wird, aber allzu oft leiden dabei Arbeiter und Natur. Um nur ein Beispiel zu nennen, sind bereits zig Millionen Arbeitsplätze nach Übersee verlegt worden in den letzten 20 Jahren (der kapitalistische sogenannte „Frei”handelsabkommen hat dies ermöglichet). Folgerichtig lehnen Faschisten sowohl den Kommunismus als auch den Kapitalismus ab.

Quelle: https://immigration-globalization.blogspot.de/2011/09/what-is-fascism.html
Geist und Seele

  last edited: Wed, 20 Jul 2016 18:39:45 +0200  
Image/photo


von Axe of Perun (2016)

Diese beiden Begriffe werden massiv in die Versenkung gedrängt oder zumindest werden sie völlig falsch verwendet. Wir werden nun analysieren, wie und warum das geschieht. Laß uns beginnen mit ein paar Fragen, um den Verstand ein wenig zu stimulieren: Was ist Spiritualität (Geistigkeit)? Was bedeutet es, spirituell zu sein? Was ist die Seele? Was genau tut sie? Was ist der Unterschied zwischen Geist und Seele?

Heutzutage behaupten Menschen, die den abrahamitischen Religionen nicht angehören – jedoch alle andere Glaubensrichtungen nachgehen oder praktizieren – daß sie spirituell (geistig) seien. Sie wissen nicht wirklich wie man es definieren könnte, da alles andere nicht wirklich organisierte Religionen sind, aber dennoch „fühlen” sie, daß das, was sie tun, vergleichbar mit einem Glauben ist. Die abrahamitischen Religionen sind sozusagen die einzigen „Religionen” auf diesem Planeten, weil sie organisiert und eine Hierarchie haben müssen. Ihnen innewohnend ist ein Besteuerungssystem und sie erfordern eiserne Gehorsamkeit und Unterwerfung. Das Selbst, das Du spielt dort kaum eine Rolle.

Der einzelne macht fast gar nichts in den großen organisierten Religionen. Man erhält repetitive Aufgaben, um fast abhängig von ihnen zu werden. Man erhält künstliche Feiertage und Rituale, die man abhalten muß. Nichts wird auf die Natur bezogen oder auf das, was unsere Wahrnehmung wahrnehmen kann. Es geht hauptsächlich um Glauben, das durch eine gewisse Disziplin zu einer Religion geworden ist. Daher gibt es keine Spiritualität in keiner der abrahamitischen Religionen, denn der einzelne entwickelt nie etwas selbst. Man ist nicht wichtig. Es wird davon ausgegangen, daß man einfach nur ein Schaf ist. Ein Subjekt – eigentlich sogar nur ein Objekt.

In einem gewissen Maße sind die abrahamitischen Religionen ein Stoßtrupp und deren Kirchen sind ihre Kasernen.

Was ist dann also Spiritualität (Geistigkeit)? Versuchen wir, uns ein Bild davon zu machen. Wenn jemand mit voller Hingabe und Überzeugung versucht, jemanden auszuschalten und dabei absolute Selbstkontrolle, Selbstvertrauen und Selbständigkeit hat, dann hat derjenige einen starken Geist. Wenn Du jemanden siehst, der faul ist und nicht in der Lage ist, irgend etwas zu verstehen und auch kein Selbstvertrauen hat, dann ist dieser geistlos. Geist ist die gebündelte Energie des Menschen – er ist das Ergebnis seines Willens, seines Wissens und seiner Weisheit. Es ist die Fähigkeit zu agieren und reagieren in der bestmöglichen Weise innerhalb von wenigen Sekunden. Es ist die Fähigkeit, allem Bösen und allen äußeren Einflüssen zu widerstehen, die einen nieder machen wollen. Es ist ein Mensch, der noch in der finstersten Stunde zu lachen vermag.

Um so einen Menschen herum fühlen sich andere sicher. Ein geistiger Mensch ist jemand, der hart an sich gearbeitet hat, indem er ständig nach neuen Informationen, Fakten und über das Leben an sich sucht. So ein Mensch hat Disziplin und ist in der Lage, von einer Aufgabe zur nächsten zu wechseln, ohne den Fokus und die Konzentration zu verlieren. Es ist ein Mensch, der in seiner Mitte steht und dabei Selbstkontrolle hat. Ein geistiger Mensch ist ein Mensch, der lebendig ist. Der Geist lebt. Ein geistiger Mensch ist ein Körper für solch einen Geist.

Ein geistiger Mensch kann daher nicht degenerieren. Er ist vertrauenswürdig und zuverlässig. Der Geist wird vom männlichen Prinzip definiert und dieser wird in erster Linie vom Vater an das Kind vererbt. Er repräsentiert vordergründig die Willensstärke des männlichen Prinzips. Der Wille zum Handeln. Ein geistiger Mensch beschäftigt sich immer mit etwas. Er ist die Reaktion auf eine Welt, die versucht ihn niederzumachen. Der Geist ist ein Teil von Dir, Deinem Selbst – von dort rührt Deine Kraft – und das ist es, das Du entfalten mußt.

Image/photo

Laß uns jetzt mit der Seele weitermachen. Wenn Du auf jemanden triffst, der ein äußerst hohes Maß an Verständnis, Mitgefühl, Einfühlsamkeit und Wissen über Traditionen aufweist, dann wirst Du Dich erleuchtet fühlen von ihm. Du wirst feststellen, daß diesem Menschen nicht nur vertraut werden kann, sondern daß er die Fähigkeit besitzt, Dich in bestimmten Situationen führen kann. Er scheint nicht nur Ahnung zu haben, sondern er versteht es auch, wie er sein Wissen einbringen kann, um dadurch gewisse Situationen lösen. Ein Mensch, der sowohl einen hochentwickelten Geist als auch Seele hat, steht gänzlich in Einklang mit seinem Selbst – weder wird er jemals seine Ruhe verlieren noch wird er unter Druck zusammenbrechen.

Die Seele eines Menschen ist etwas, daß während des gesamten Lebens wächst. Der Geist hingegen erreicht irgendwann mehr oder weniger einen Maximum. Gegen die physikalischen Grenzen der eigenen geerbten Erbanlagen kann man nicht ankämpfen. Aber wir wissen von Situationen, in denen man ein Auto, wenn notwendig, anheben kann. In diesem Fall kommt dann der Geist zum Vorschein. Die Seele kennt nur Wachstum – solange man die mentalen Fähigkeiten besitzt, zu verstehen. Sicher, sie kann betrogen werden durch einen Mißstand, aber im Grunde genommen wird sie sich stetig selbst weiterentwickeln. Desto mehr Du verstehst, desto mehr weißt Du. Desto mehr Du weißt, desto näher bist Du an der Wahrheit. Das Zusammenspiel dieser drei Elemente erschaffen eines: Weisheit, Deinem Wegweiser – und genau das stellt die Seele dar.

Desto weiser jemand ist – vor allem unter den älteren unseres Volkes – desto mehr kann er Dir erzählen über das Leben, darüber wie die Dinge einst waren, wie sie sind und wie sie immer sein werden. Und diese meist mündliche Überlieferung des Lebens ist was die Seele darstellt. Sie ist die Erhaltung des Erbes, die in erster Linie durch das weibliche Prinzip definiert wird: sie ist die Kreativität des Volkes, die fortwährend existiert. Sie wird hauptsächlich von der Mutter vererbt, wenngleich während des Lebens sowohl Geist als auch Seele selbstverständlich von beiden Elternteilen weitergegeben werden an das Kind.

Das gleiche geschieht auf allen metaphysischen Ebenen. Deswegen ist die Zerstörung der Familie in all seinen Formen der wirkliche und vollkommene Tod des Volkes – einschließlich jedes einzelnen Menschen.

Wenn das Kind weder den Willen zum Leben noch die Weisheit der Erhaltung vermittelt bekommt, dann wird es empfänglich für alle möglichen äußeren Einflüsse. Es ist wichtig zu beachten, daß es einen Unterschied gibt zwischen „sich seinen Arsch abarbeiten” innerhalb des Systems und der Arbeit an seinem Selbst sowie allem was dazu gehört. Wenn dem Kind kein Wille oder Disziplin gegeben worden ist, dann wird es für den Rest seines Lebens herumgeschubst werden – es wird der perfekte Sklave sein, der sich nur wünscht, sich anzupassen.

Und wenn das System das Kind dafür belohnt, daß es dem offiziellen Narrativ folgt, dann wird es denken, daß es irgend eine Form seines Willens ausdrückt – und es wird damit zufrieden sein. Da das Kind nicht sich selbst entwickelt hat, wird es nun versuchen, seinen Bewußtseinszustand – dieses Narrativ – beizubehalten, obwohl es genau dieses System ist, das das Kind versklavt. Es kennt nichts anderes. Es versteht nichts anderes. Es hat nicht den Geist zum Kämpfen oder zum Erschaffen von etwas anderem. Solche Menschen bezeichnen wir als indoktriniert. Und da sie ein „Bild” konservieren und nichts anderes wissen, sind sie bereit, diesem Bild zu entsprechen. Sie würden wortwörtlich damit und dafür sterben, weil es das einzige ist, das sie kennen. Sie haben jedoch versagt im Leben, weil sie sich nie die Frage gestellt haben, wer sie wirklich sind. Sie glaubten, daß das vom System vorgegebene Bild aufrichtiger, göttlicher und wichtiger war als ihr eigener Geist – ihr eigener Wille – ihr eigenes Leben.

Analog dazu wird die Seele des Kindes korrumpiert, indem künstliche Lebensstile vorgegeben werden. Und wiederum wird es belohnt, wenn es einem bestimmten Moralsystem nachgeht, das nur darauf aus ist, die Seele zu korrumpieren. Die Seele mag vielleicht denken, daß es eine Art von Wissen erlangt, aber sie wird bald feststellen, daß nichts von diesem Wissen anwendbar ist in der wahren Welt, der Welt der Natur. Fakten und Beweise werden für das Kind bedeutungslos sein und Weisheit wird ebenfalls schnell verschwinden. Alles, was bleibt, ist eine seelenlose Person, die denkt eine Meinung zu haben ist Weisheit.

Diese Kinder haben nichts geerbt und daher haben sie keine Verbindung zu ihren Ahnen, deren Seele, deren Geist – da sie sich alle zusammen entfalten auf dem Pfad des Lebens, dem Pfad der Rasse. Sie werden hassen, was sie sind – und wenn sie schon viel zu lange indoktriniert worden sind, dann werden sie tatsächlich glauben, daß jedes Unterfangen ihnen die Wahrheit zu zeigen der Versuch ist, ihre scheinhafte Freiheit zu zerstören.


Deswegen ist ein weiterer Punkt des jüdischen Spiels die Zerstörung jeglicher Art und Form von Erbe. Desto besser Du diese Zusammenhänge verstehst, desto besser wirst Du verstehen, weshalb die Juden das tun was sie tun. Du kommst nicht als Christ auf die Welt – Du wirst dazu indoktriniert. Jedoch kommst Du als Europäer auf die Welt mit europäischen Ahnen. Blut, Geist und Seele – alles, was es braucht, sich wirklich spirituell zu fühlen, ist die eigene Seele wirklich zu entfalten – zu leben und zu lernen. Erlebe und erschaffe. Für den Willen und für das Erhalten. Du kannst das nicht tun ohne wahre Freiheit – dem wichtigsten Bestandteil des europäischen Herzen.

Da all Dein gesammeltes Wissen, Verständnis und Erbanlagen in Deinem Selbst sind, ist es auch die Quelle und Herr Deines Geistes und Deiner Seele. Habe Vertrauen darin. Glaube daran. So wie Du von Deinem Selbst kommst, wie Du das Leben dadurch erlebst, so wirst Du zu ihm zurückkehren. Dieses Selbst ist Dein Volk.

Image/photo
(Und aus dem Geist und der Seele entspringt – Kultur)


Quelle: http://www.renegadetribune.com/spirit-and-soul/
Materialismus

  last edited: Mon, 04 Jul 2016 10:36:33 +0200  
Materialismus ist in der Philosophie die Vorstellung, daß alles Bestehende ausschließlich durch Stofflichkeit (Materialität) bestimmt sei; demnach seien also auch Geist und Vernunft ausschließlich Bewegungen oder Kräfte der Materie. Alle über das Stoffliche hinausgehenden Fragen, wie beispielsweise die nach der inneren Grundlage und Ursache des Geistes, der Vernunft und allen Daseins, werden von Verteidigern des Schlagworts „Materialismus“ gewöhnlich ignoriert. (Insofern stellt auch der Begriff eines philosophischen Materialismus´ einen Widerspruch dar, da es Aufgabe der Philosophie ist, sich — im Gegensatz zu den anderen Wissenschaften — mit metaphysischen Fragen und Problemen auseinanderzusetzen und somit grundsätzlich über eine bloß materialistische, streng physikalische Betrachtungsweise hinauszugehen.)

Im Wort „Materialismus“ west das uralte Wort „mater“ (= Mutter). Die Entscheidung dafür, eine materialistische Deutung der Wirklichkeit zu präferieren, ist nicht einfach die Zurückweisung philosophischer Spekulation — wie in plumper Weise viele sogenannte „Agnostiker“ glauben —, sondern diese Vorentscheidung determiniert selbst eine Reihe metaphysischer Aussagen.

Politische Deutungen des Materialismus

Im Bereich der allgemeinen politischen Weltanschauung wird der Begriff Materialismus verwendet, um politische Strömungen zu bezeichnen, welche keinerlei höheren kulturellen, künstlerischen oder philosophischen Ideale gelten lassen oder gar fördern, sondern nur reines Nützlichkeitsdenken (den in der neuzeitlichen Philosophie Europas so genannten Utilitarismus) an den Tag legen. Jedwedes höhere Ziel der Menschheit, dargestellt in den verschiedenen Völkern, wird verneint, so daß ausschließlich die rein materielle Versorgung im Mittelpunkt des materialistischen Handelns steht. Anhänger dieser Denkweise bezeichnen diese Position oftmals als einfachen Ausdruck von „Vernunft“; sie weisen damit jahrtausendealte Erfahrungen des Denkens zurück, denen zufolge gerade die Verweigerung der sofortigen Bedürfnisbefriedigung den menschlichen Geist zu öffnen, zu kräftigen und zu fokussieren vermag.

Materialismus dieses Typs erscheint gemeinhin besonders stark in Zeiten langanhaltenden materiellen Überflusses. Das frugale Leben gerät gleichsam in Vergessenheit, damit aber auch viele Techniken der Selbstdisziplin und der Autarkie. Offen materialistische Systeme sind der Kommunismus und der Kapitalismus. Die Demokratie neigt nach einer gewissen Zeit ihres Bestehens immer stärker zum Materialismus plutokratischer Ausprägung.

Materialismus ohne Selbsterkenntnis

Jedoch sind vollständig nicht-materialistische Staatsformen nicht bekannt, da eine gewisse ideelle, über den Alltag und den engsten Lebensumkreis hinausweisende sittliche Bindung zu allen Zeiten notwendig war und als anthropologische Konstante anzusehen ist. Als dezidiert nicht-materialistische Staatsformen bzw. Ideologien lassen sich der Nationalsozialismus und verschiedene Arten der Theokratie bezeichnen. Daneben existieren weitere Staatsformen, die — je nach den Umständen — nach beiden Seiten neigen können, wie z.B. Monarchien, faschistische Staaten oder Oligarchien.

Als Vulgär-Materialismus bezeichnen Ideenhistoriker die Propagierung eines Glaubens an ein mechanisches Universum, sofern dieser philosophische Glaube unreflektiert, naiv und geschichtslos in der Weise vorgetragen wird, daß behauptet wird, Materialismus sei gar kein Glaube, sondern vielmehr eine Art natürlicher Ausgangspunkt des Denkens. Aber auch in typisch materialistische Aufassungen sind immer schon tradierte Ideen, wie Wissenschaft arbeitet, eingegangen (und ferner etliche überkommene Vorstellungen, die jeweils nicht explizit ausgeführt werden). In diesem Sinne gibt es tatsächlich keinen materialistischen Unglauben und keine mechanistische Wissenschaft, sondern alle ideologisch gerüsteten und als „neutrale“ Ideen vertretenen Standpunkte sind eigentlich Glaubensstandpunkte.

Zitate
  • „Die Träger und Lehrer des heute herrschenden Materialismus sind die Juden; seine deutschgeborenen Anhänger sind den angeborenen Instinkten entfremdete Verführte.“ — Daniel Frymann: Wenn ich der Kaiser wär...
  • „Es mag sein, daß heute das Gold der ausschließliche Regent des Lebens geworden ist, doch wird dereinst der Mensch sich wieder vor höheren Göttern beugen. Vieles mag heute nur dem Sehnen nach Geld und Vermögen sein Dasein verdanken, aber es ist wohl nur wenig darunter, dessen Nichtvorhandensein die Menschheit ärmer ließe.“ — Adolf Hitler in: Mein Kampf, 22. Auflage 1944, S. 486
  • „Den meisten kommt es heute gar nicht zum Bewußtsein, wie materialistisch sie denken und sind. Man kann eifrig beten und beichten und beständig das Wort »Gott« im Munde führen, man kann sogar Priester von Beruf und Ãœberzeugung und trotzdem Materialist sein.“ — Oswald Spengler[1]


Fußnoten


Quelle: http://de.metapedia.org/wiki/Materialismus
Toleranz

  
Das Wort „Toleranz“ geht wie „Duldung“ auf eine indogermanische Wurzel (lat. tolerare, ertragen) zurück, deren Grundbedeutung das Tragen einer Last ist. Toleranz ist somit die Hinnahme verschiedenster Unvollkommenheiten und kleinerer Mißstände sowie von Zuständen, Handlungen oder Überzeugungen, die außerhalb des (i. a. eigenen) Normenbereiches liegen. Toleranz wird im Deutschen im Allgemeinen mit „Weitherzigkeit“ übersetzt.

Der Begriff Toleranz bezog sich ursprünglich auf die Religion und das geistige Leben und bezeichnete die Duldung von verschiedenen religiösen oder moralischen Vorstellungen.[2] Die religiöse Toleranz ist jedoch nur ein Sonderfall.

Auch die „politische Toleranz“ in der BRD ist ein Sonderfall, und wird deshalb gesondert behandelt. Im Sinne des BRD-Neusprech bedeutet Toleranz jedoch nichts weiter als die völlige Selbstaufgabe und Unterwürfigkeit. Über die religiöse und politische Bedeutung hinaus hat der Begriff der Toleranz eine ganz allgemeine Bedeutung, da er die Grundlagen des biologischen und sozialen Lebens betrifft.

Biologie

Jedes Lebewesen kann nur unter bestimmten äußeren Bedingungen überleben. Der Mensch ist zum Überleben auf eine Körpertemperatur von etwa 37 Grad und ein bestimmtes Milieu angewiesen, zahlreiche Tiere und Pflanzen sind an einen engen Lebensraum gebunden, sie tolerieren keine wesentliche Abweichung. Jedes Lebewesen hat nur eine geringe Toleranz gegenüber der Änderung seiner Lebensbedingungen.

Das allgemeine Fazit lautet: Leben ist nur innerhalb eines gewissen Toleranzbereiches möglich.
Medizin

Jedes Lebewesen von der kleinsten Amöbe bis zum intelligentesten Menschen ist auf den Austausch mit der Außenwelt angewiesen.
Der „Stoffwechsel“ beruht auf einer Unterscheidung (Diskriminierung) zwischen dem, was schädlich, und dem, was nützlich für einen Organismus ist. Das was als Nahrung aufgenommen wird, muß anders behandelt werden, als das was giftig ist und was als Stoffwechselendprodukt auf natürliche Weise zur Ausscheidung bestimmt ist. Dabei gibt es einen Bereich von Substanzen, die weder giftig noch nahrhaft sind, deren Aufnahme also weder nützlich noch schädlich ist, die vom Körper „toleriert“ werden können. Insbesondere in der Pharmakologie spricht man von der Toleranz von bestimmten Organen gegenüber Arzneiwirkstoffen und Zellgiften.

Technik

In der Technik bezeichnet man als Toleranz die zulässige Abweichung von Normwerten.
Für die Funktion eines technischen Gerätes ist die Abweichung von Werten innerhalb eines Toleranzbereiches zulässig. Beispiel: Ein Rad darf gering in seiner Größe abweichen, um auf eine Felge zu passen. Maßstab der Toleranz ist die Unschädlichkeit für das Funktionieren des Ganzen.

Soziobiologie

Die Soziobiologie ist eine Wissenschaft, die das Sozialverhalten von Lebewesen (Brutpflege, Bienenstaat, Vogelzug, Hackordnung, gemeinsame Abwehr von Feinden) durch seine biologischen Grundlagen zu erklären versucht.

Im Bezug auf den Menschen wird der Einfluß biologischer Gegebenheiten auf die soziale Organisation in Familien und Sippen und auf die Kulturäußerungen, Traditionen und Werte untersucht. Dabei zeigt sich, daß auch das menschliche Zusammenleben auf der Unterscheidung (Diskriminierung) von Verhaltensweisen beruht, die mit das Leben entweder 1. verträglich oder mit dem Leben 2. unvereinbar sind.

Der Bereich des Verträglichen ist weit. Er umfaßt
  • A) das Unabdingbare, Notwendige,
  • B) das Förderliche, Nützliche,
  • C) das Nutzlose, Unschädliche und schließlich
  • D) das Schädliche, aber Noch-Verträgliche.

Innerhalb dieser Normenskala können also die nur verträglichen Verhaltensformen toleriert werden, während die unvereinbaren und ein Teil der schädlichen durch normative Festlegungen wie Gesetze ausgeschlossen werden.

Die Abgrenzung zwischen den einzelnen Stufen ist schwierig und von der Weltanschauung abhängig.

Bürgerliche Toleranz

Für das Zusammenleben der Menschen in einer Gesellschaft oder als Bürger in einem Staate ist es unabdingbar, daß sich die Bürger einerseits gegenseitig „in Ruhe lassen“, sich also in das Leben der anderen nicht einmischen und ihre bürgerliche Freiheit gegenseitig achten, sich aber andererseits doch „einmischen“, wenn es darum geht, daß die gemeinsame Ordnung aufrechterhalten bleibt und Bürgerruhe und bürgerliche Freiheiten nicht verletzt werden. Bürgerruhe und Bürgerpflicht stehen in einem Wechselverhältnis.

Während die Bürgerpflichten durch Gesetze geregelt werden, die das für den Staat Notwendige gebieten und das mit ihm Unvereinbare verbieten, besteht der Bereich der bürgerlichen Freiheit aus Verhaltensweisen, die als sozial gut angesehen werden („die guten Sitten“) und solchen, die als neutral oder schlecht angesehen werden, die aber nicht verboten sind. Zu diesem Toleranzbereich gehören Verhaltensweisen, die etwa der menschlichen Unvollkommenheit (Dummheit, Selbstsucht) oder Triebstruktur geschuldet sind und nicht verboten werden können.

Der Toleranzbereich entsteht aufgrund der Differenz zwischen den zwei Normensystemen des Rechts und der sittlichen Werte, die sich überlagern. Was das Recht rein rechtlich zuläßt, was aber das Werte-System als falsch, schlecht oder minderwertig ausschließt, ist das Territorium der Toleranz.

Politische Toleranz

In einer Demokratie ist die politische Meinung des Bürgers von Bedeutung und deshalb ist diese Meinung wie in keinen anderen System umkämpft. Soweit die Bürger an der Willensbildung im Staate teilnehmen und sich offen äußern, können auch politische Auffassungen dem Staate nützlich oder schädlich sein. Während die Gesetze gewisse Meinungen verbieten, wird auf dem Gebiet der freien Meinung zwischen solchen unterschieden, die staatskonform sind und solchen, die als mit der Grundordnung nicht vereinbar beurteilt werden.

Letztere unterliegen in der Bundesrepublik Deutschland (BRD) der Beobachtung durch einen Inlandsgeheimdienst und werden offiziell im Rahmen der Meinungsfreiheit als „Extremismus“ toleriert, in Wirklichkeit aber zum Teil mit harten Sanktionen belegt. Ob hier noch von Toleranz gesprochen werden kann und die rechtliche Gleichheit gewährleistet ist, oder ob ein rechtlicher Sonderweg beschritten wird, ist umstritten. Vielmehr scheinen sich deutliche Widersprüche bei der Verwendung des Terminus aufzutun, wie es bei den Begrifflichkeiten „Für Toleranz - Gegen Rechts“ oder „Bunt statt Braun“ offenkundig wird. So hat „Gegen Rechts“ mit politischer Toleranz nichts gemein; „Bunt statt Braun“ ist ebenfalls widersprüchlich, weil ein „Bunt“ ohne „Braun“ insbesondere aus dem Blickwinkel der Malerei und Kunst kein richtiges „Bunt“ sein kann.

In Bezug auf nationalgesinnte Deutsche ist die BRD ein repressives, politisch Andersdenkende ausgrenzendes, unterdrückendes und verfolgendes Regime. In zunehmendem Maße werden im bundesdeutschen Besatzungskonstrukt Angehörige des deutschen Volkes herabgewürdigt, geschädigt und ihrer völkischen Identität beraubt.

Toleranz als Kampfbegriff

Toleranz ist ein politischer Kampfbegriff bzw. Schlagwort, der selektiv eingesetzt wird, um vom politischen Gegner etwas zu fordern. Gefordert wird das Tragen einer Last, ursprünglich einer physischen Last, wie sie in der Antike Eseln oder Sklaven aufgebürdet wurde, die dies eben zu „ertragen“ oder zu „erdulden“ hatten, wollten sie nicht geprügelt oder anderweitig bestraft werden.

Auch im übertragenen Sinn ist Toleranz mit Belastung verbunden, und es steht jeder Gemeinschaft eigentlich frei, die Grenzen ihrer Toleranz zu bestimmen und die Last auf sich zu nehmen.

Wenn man aber wider besseres Wissen und Gewissen toleriert, daß der eigenen Familie, der eigenen Glaubensgemeinschaft, dem eigenen Volk Lasten aufgebürdet werden, oder gar, wenn man anderen solche Lasten aufzwingt, ist das nicht Toleranz, sondern Tolerantismus.

„Toleranz – Die 9. Todsünde der zivilisierten Menschheit“
Es gibt kaum ein besseres Beispiel für dieses Erlahmen der Abwehrbereitschaft als die Umdeutung des Wortes »Toleranz«. Die heutige Form der Toleranz ist die 9. Todsünde der zivilisierten Menschheit. Ob sie in der Notwendigkeit ihrer stammesgeschichtlichen Entwicklung liegt, vermag nur ein Ethologe zu sagen. Festzustehen scheint, daß ihr trotz vielstimmiger Warnrufe und glasklarer Fakten nicht beizukommen ist. Vielleicht ist diese weiche, pathologische Form der Toleranz tatsächlich ein wichtiger Indikator für einen an das Ende seiner Kraft gelangten Lebensentwurf, hier also: den europäischen.

Toleranz ist nämlich zunächst ganz und gar nichts Schwaches, sondern die lässige Geste eines Starken gegenüber einem Schwachen. Während ich hier sitze und vermessen den acht Todsünden von Konrad Lorenz eine neunte aufsattle, toleriere ich, daß eine meiner Töchter im Zimmer über mir trotz angeordneter Bettruhe vermutlich einen Tanz einstudiert. Von Toleranz diesen rhythmischen Erschütterungen gegenüber kann ich nur sprechen, weil ich a) einen klaren Begriff von angemessenem Verhalten in mir trage und die Störung als Abweichung von dieser Norm erkenne, b) in der Lage wäre, diese Abweichung nicht zu tolerieren, sondern sie zu beenden, c) sie tatsächlich im Verlauf meines Vater-Seins schon unzählige Male nicht toleriert habe.

Zur Verdeutlichung hilft es, mit allen drei Kriterien ein wenig zu spielen: Wer a) nicht hat, also Angemessenheit und Norm nicht kennt, muß nicht tolerant sein: Er wird jede Entwicklung hinnehmen und sich einpassen oder verschwinden, wenn es gar nicht mehr geht; wer b) nicht kann, der empfundenen Störung und Beeinträchtigung also hilflos gegenübersteht, kann keine Toleranz mehr üben: Er kann bitten und betteln und sich die Haare raufen oder über das Argument und die Mitleidsschiene den anderen zur Rücksichtnahme bewegen. Das Kräfteverhältnis hat sich jedoch verschoben, und wenn der Störer keine Rücksicht nehmen will, bleibt dem Schwächeren nur übrig, sich mit seiner Unterlegenheit abzufinden. Und c)? Toleranz kann kein Dauerzustand sein. Wer den Regelverstoß dauerhaft toleriert, setzt eine neue Regel, weitet die Grenze des Möglichen aus, akzeptiert eine Verschiebung der Norm. Zur Toleranz gehört der Beweis der Intoleranz wie zur Definition des Guten das Böse.

Toleranz ist also eine Haltung der Stärke, niemals eine, die aus einer Position der Schwäche heraus eingenommen werden kann. Wer schwach ist, kann nicht tolerant sein; wer den Mut zur eigentlich notwendigen Gegenwehr nicht aufbringt, kann seine Haltung nicht als Toleranz beschreiben, sondern muß von Feigheit, Rückzug und Niederlage sprechen: Er gibt Terrain auf – geistiges, geographisches, institutionelles Terrain.

Quelle: Götz Kubitschek: Toleranz – Die 9. Todsünde der zivilisierten Menschheit, Sezession 28 / Februar 2009 [= Themenheft zu Konrad Lorenz], S. 26f.

Zitate
  • „Heute sind wir voll Entzücken, morgen beugen wir den Rücken. Heute sind wir tolerant, morgen fremd im eignen Land. Heute sind wir liberal, morgen hängen wir am Pfahl.” — Helmut Zott
  • „Toleranz ist ein Beweis des Mißtrauens gegen ein eigenes Ideal.“ — Friedrich Nietzsche
  • „Toleranz bedeutet heute die staatsbürgerliche Pflicht, den vermeintlich Intoleranten zu denunzieren, ihm mit der sozialen Vernichtung zu drohen und damit zum Schweigen zu bringen.“ — Thorsten Hinz
  • „...Die, welche die Neigung und Gewohnheit haben, das äußerliche Benehmen, überhaupt das Thun und Lassen der Andern im Stillen, bei sich selbst einer aufmerksamen und scharfen Kritik zu unterwerfen, arbeiten dadurch an Ihrer eigenen Besserung und Vervollkommnung: denn sie werden entweder Gerechtigkeit, oder doch Stolz und Eitelkeit genug besitzen, selbst zu vermeiden, was sie so oft strenge tadeln. Von den Toleranten gilt das Umgekehrte: nämlich hanc veniam damus petimusque vicissim[3].“ — Arthur Schopenhauer[4]
  • „Wer auf die Frage: wer ist der Jude? eine klare Antwort geben will, vergesse das Eine nie: daß der Jude, dank dem Hesekiel[5], der Lehrmeister aller Intoleranz, alles Glaubensfanatismus, alles Mordens um der Religion willen ist, daß er an die Duldsamkeit immer nur dann appellierte, wenn er sich bedrückt fühlte, daß er sie selber jedoch niemals übte noch üben durfte, denn sein Gesetz verbot es ihm und verbietet es ihm auch heute – und morgen.“ — Houston Stewart Chamberlain: Die Grundlagen des neunzehnten Jahrhunderts. 1899. S. 428 (Randnummer 509)
  • „Toleranz wird den zerstörenden Mächten der großstädtischen Hefe gewährt, nicht von ihnen gefordert.“ — Oswald Spengler[6]
  • „Wo der Liberalismus seine äußersten Grenzen erreicht, schließt er den Mördern die Tür auf. Das ist Gesetz!“ — Ernst Jünger[7]


Fußnoten
  • Herbert Marcuse: Repressive Tolerance (1965) in: 96-book.png Herbert Marcuse / Robert Paul Wolff: A Critique of Pure Tolerance, Beacon Press, Boston 1969, S. 95-137:
    „The conclusion reached is that the realization of the objective of tolerance would call for intolerance toward prevailing policies, attitudes, opinions, and the extension of tolerance to policies, attitudes, and opinions which are outlawed or suppressed.“
  • Vgl. hierzu: Meyers Konversationslexikon. Verlag des Bibliographischen Instituts, Leipzig und Wien, Vierte Auflage, 1885-1892; oder auch: Brockhaus' Konversationslexikon. F. A. Brockhaus in Leipzig, Berlin und Wien, 14. Auflage, 1894-1896
  • „Diese Freiheit gewähren wir uns und erbitten sie gleichfalls“ — Horaz, „de arte poetica“, 11
  • A. Schopenhauer: Aphorismen zur Lebensweisheit (Parega und Paralipomena I, Zweiter Teilband), S. 162 (Ausgabe Diogenes 1987, ISBN 3 257 21555 X)
  • Nach jüdischen Erzählungen war Hesekiel (Ezechiel) ein israelitischer Künder, der 597 v. u. Z. nach Babylonien verbannt worden sein soll. Ein altes jüdisches Buch, das seinen Namen trägt (Bestandteil des Alten Testaments), enthält Wunschvorstellungen, die sich auf die Wiederherstellung Israels richteten, und Vorschriften zur Neuordnung der israelitischen Menschengruppe.
  • In: Jahre der Entscheidung, 45.-60. Tsd., C.H. Beck'sche Verlagsbuchhandlung, München, Seite 86 oben
  • Zitat aus dem Kleinen Staatslexikon (Institut für Staatspolitik)


Quelle: http://de.metapedia.org/wiki/Toleranz